Musikunterricht

Das Gymnasium Haus Overbach ist eine Schule mit langer musikalischer Tradition. Diese reicht nunmehr über 50 Jahre zurück und findet ihren Ausdruck in einer intensiven Orchester- und Chorarbeit. Der musikalische Schwerpunkt findet daher auch heute seinen Niederschlag im Profil unserer Schule. Die musikalische Arbeit am Gymnasium Haus Overbach stützt sich auf den regulären Musikunterricht und die Arbeitsgemeinschaften der Chöre und Orchester.

Fachlehrer

Frau Erdtmann, Herr Hebeler, Herr Schmitz (Referendar)

Fachvorsitz

Herr Hebeler

Musik wird in folgenden Jahrgangstufen unterrichtet:

5, 6, 7, 8, 9, EF, Q1, Q2

Zusatzangebote/ Besonderheiten

Besonders wichtig ist uns, dass die gesamte äußere und inhaltliche Organisation des Musikunterrichts gemeinsam mit den vielfältigen musikalischen Arbeitsgemeinschaften auch das Ziel verfolgt, besonders interessierten und begabten Schülern eine ganzheitliche und umfassende Ausbildung in möglichst vielen verschiedenen musikalischen Bereichen zu ermöglichen, ggf. auch mit Blick auf eine späteres Musikstudium.

Am Gymnasium Haus Overbach steht allen Schülerinnen und Schülern im Regelunterricht ein Keyboard zur Verfügung, mit dessen Hilfe sowohl musikalische Grundlagen spielerisch erlernt als auch gestalterische Prozesse facettenreich umgesetzt werden können. Die jeweilige musikalische Zielsetzung findet ihren Niederschlag in einem schuleigenen Lehrplan, der die Anforderungen des geltenden Lehrplanes für unsere musikalische Praxis ergänzt.Nichts

Unterrichtsinhalte

Jahrgangs- stufeInhaltLehr-/ LernmaterialienWochen- stundenKlassen- arbeiten
5
  • Hören – Erleben - Verstehen
    • Übungen zum „richtigen Zuhören“; Gefährdung durch Lärm; Krimi-Hörspiel; Geräusche aus der Umgebung; musikalische Umwelten; Hörsituationen; Vom Schall zur Musik
  • Musik hat unterschiedliche Funktionen
    • Wirkungsprofile erstellen; Beschreiben von Klängen und Höreindrücke an ausgewählten Beispielen aus unterschiedlichen Bereichen des öffentlichen und privaten Musiklebens
  • Musik - Instrument – Klang
    • Formen der Klangerzeugung; Instrumentenfamilien; Funktionsweisen und Klangeigenschaften von Musikinstrumenten; Ausprobieren von Musikinstrumenten; Bsp. für Verwendungsmöglichkeiten in versch. Besetzungen; Eigenbau einfacher Musikinstrumente
  • Komponistenporträts: Leben, Werk und gesellschaftliches Umfeld
    • Leben und Werk der „Großen Drei" aus Wien: Haydn, Mozart, Beethoven; Hören ausgewählter Beispiele, Musizieren leichter Mitspielsätze
  • Musik auf der Bühne: Musiktheater, Oper
  • Berufe in der Oper; Aufbau eines Opernhauses; Stimmfächer und ihre charakteristische Verwendung; Fächerübergreifend: Bau eines Bühnenbildmodells; Szenisches und pantomimisches Spiel zu Musik aus der Oper; Wort - Ton - Bezüge
  • Umgang mit Liedern: Thema - Lied - Musik
    • Liedthemen, Liedanlässe, Liedformen; Lieder verschiedener Epochen, Stile und Kulturen; Örtliches Musikleben
  • Musiklehre I
    • Schwerpunkte: Noten und ihre Namen in Violin- und Bassschlüssel; Vorzeichen; Tonleitern; Grundsätze und Grundbegriffe dynamischer Gestaltung; Einführung in das Spiel auf dem Keyboard; Formprinzipien / jeweils als integrative Bestandteile der aufgeführten Kompetenzbereiche und Kompetenzerwartungen
Spielpläne 1 (Klett)24
6
  • Poppig – Rockig
    • Grundbegriffe, Hintergründe und Stilrichtungen im Überblick; Projekte „Stomp“ und „Rap“ mit Gestaltungsschwerpunkten im Bereich „Rhythmik“
  • Programmmusik – wie Musik erzählt und beschreibt
    • Geschichte der Programmmusik im Überblick; Bsp.: C. Saint-Saëns: „Karneval der Tiere“, M. Mussorgsky: „Bilder einer Ausstellung" (Musik und Malerei), Paul Dukas: „Der Zauberlehrling" (Musik und Literatur); Höranalysen und strukturelle Analysen über klassische und grafische Notationsverfahren; Gestaltungsaufgaben: Tiere musikalisch darstellen,  Vertonen kleiner Geschichten
  • Medien und Musikwirtschaft: Musik in der Werbung: Höranalysen an ausgewählten Werbeclips und Werbespots; Entwickeln einer eigenen Werbegestaltung
  • Lieder, Songs und Tänze aus verschiedenen Ländern und Epochen: „Tanzmusik“ oder „Hörmusik“?; Figurentanz: Menuett oder vergleichbarer Tanz, Tänze aus unterschiedlichen Kulturkreisen; Liedformen; Formenlehre: Wiederholung – Veränderung – Gegensatz ( an Lied-Beispielen)
  • Musiklehre II
    • Konsonanzen und Dissonanzen, Dur - und Moll, Akkorde, Drei - und Vierklänge, Akkordumkehrungen; Rhythmik: Grundbegriffe wie Grundschlag, Metrum, Takt, Rhythmus etc.; Rhythmusnotation und Rhythmus-Modelle; Bau, Klang und Spielweise von Rhythmusinstrumenten; Rhythmusprojekte (z.B. „Stomp"), Erfinden eigener Rhythmen; Klassenmusizieren einfacher Arrangements / jeweils als integrative Bestandteile der aufgeführten Kompetenzbereiche und Kompetenzerwartungen
Spielpläne 1 (Klett)2
7
  • Musik auf der Bühne: Das Musical
    • Vergleich Oper und Musical; Geschichte des Musicals; Interpretationsvergleiche; Rollenbiografien; Komponistenporträts; Analysen ausgewählter Songs: Bsp.: L .Bernstein: „West Side Story"; C.M. Schönberg: „Miss Saigon“ (im Vergleich zu G. Puccinis „Madame Butterfly“); A.L. Webber: „Jesus Christ Superstar" (Wahlweise, jedoch mind. zwei)
  • Medien und Musikwirtschaft: Filmmusik
    • Funktionen der Filmmusik; Analyse ausgesuchter Filmmausschnitte; Höranalysen; Wirkungsprofile funktionsgebundener Musik; Erstellen von Cue-Sheets; Vertonung von Bildergeschichten am Keyboard
  • Musiklehre III
    • Stufenlehre und Funktionsharmonik; Harmonisch bestimmte Formprinzipien; Grundsätze der Stimmführung; Aussetzen und Begleiten einfacher Melodien; Wiederholung und Ausweitung der erlernten Notenschrift; komplexere Rhythmen; Experimentieren mit Klangfarben / jeweils als integrative Bestandteile der aufgeführten Kompetenzbereiche und Kompetenzerwartungen
Musik um uns 2/3 (Schroedel)1
8
  • Geschichte der Afro-Amerikanischen Musik: Worksongs, Gospels, Spirituals, Blues und Jazz
    • Merkmale afro-afrikanischer Musik; Worksongs, Gospels, Spirituals; Von Ragtime bis Swing: Merkmale ausgewählter Stilrichtungen; Lebensbilder bedeutender Musiker; Blues-Schema; Improvisationen; Klassenmusizieren; Komposition eines Blues
  • Entwicklungen in der Rock-Pop Musik: Von Rock ´n´Roll bis Techno
    • Von Rock n Roll bis Techno: Musikalische und soziokulturelle Merkmale ausgewählter Stilrichtungen;  Musik und Marketing
  • Musik manipuliert: Musik und Politik
    • Gruppendynamische Wirkungen von Musik; Musik als Protestform (z.B. gegen Rassismus); Bezüge zwischen Musik und gesellschaftlichem Wandel
  • Musiklehre
    • Ggf. Wiederholung und Vertiefung von Inhalten aus Musiklehre I-III
Musik um uns 2/3 (Schroedel)1
9
  • Zeitzeichen Musik: Musik im historisch-kulturellen Kontext
    • Überblick über die versch. Musikepochen und ihre spez. Verwendungszusammenhänge; Leben und Werk epochenprägender Komponisten; Analyse epochentypischer Beispiele (Schwerpunkte in den Epochen Barock, Klassik und Romantik)
  • Musik und Ihre Wirkung
    • Musik und physiologische Vorgänge; Musik und psychologische Vorgänge; Therapie durch Musik
  • Musik im Studio
    • Studiotechnik; Mischen und Mastern am Computer (in Abhängigkeit von der jeweiligen Ausstattung als mögliche Bestandteile der aufgeführten Kompetenzbereiche und Kompetenzerwartungen)
  • Musiklehre
    • Musik genau betrachtet (Hören, erkennen, verstehen): Techniken musikalischer Analyse; Epochenspezifische Satztechniken, Formen und Gattungen (z.B. Fuge, Concerto, Sonate, Kunstlied) jeweils als integrative Bestandteile der aufgeführten Kompetenzbereiche und Kompetenzerwartungen
Musik um uns 2/3 (Schroedel)1
EF
  • Filmmusik zwischen Paraphrasierung, Polarisierung und Interpretation
    • Frühgeschichte der Filmmusik
    • Funktionen der Filmmusik an verschiedenen Beispielen
    • Techniken der Filmmusik
  • Die Entwicklung der Mehrstimmigkeit – vom Organum zur Tonalität
    • Antike Musiklehre und ihre Bedeutung für die Entwicklung der Musik in Europa
    • Organum und Bordun als Techniken früher Mehrstimmigkeit
    • Aufwertung der Terz im Mittelalter
    • Merkmale der Poly- und Homophonie
    • Kulturhistorische Einordnung der Entwicklung der Mehrstimmigkeit, Entstehung der Mehrstimmigkeit als Entwicklungsprozess unter Berücksichtigung wechselseitiger kultureller Einflüsse
  • Die Sinfonie – eine Gattung im Spiegel ihrer Zeit
    • Herausbildung der eigenständigen Instrumentalmusik in der Renaissance
    • Concerto-Praxis in Renaissance und Barock
    • Klangideale des Barock und der Klassik im Vergleich
    • Entwicklung der Sinfonie unter Berücksichtigung kulturhistorischer Einflüsse
    • Klangideal der Wiener Klassik und der frühen Romantik im Vergleich
  • Programmmusik in Abgrenzung zur Absoluten Musik
    • „Programm-Sinfonien“ - Kontroverse im 19. Jahrhundert
    • Sinfonische Dichtungen und die Kunst der Instrumentation
    • Programmatische Musik als Wegbereiter der Filmmusik?
Spielpläne Oberstufe (Klett)34
Q1
  • Grundlagen musikalischen Verstehens und Gestaltens
    • Grundlagen rhythmischen Gestaltens und Musizierens; Rhythmusmodelle, Motiv, Phrase und Thema als Grundbegriffe, Periode und Satz als Formprinzipien, Tonleitern und Skalen (auch im historischen Kontext), Grundlagen der Funktionsharmonik, Regeln des 4-stimmigen Satzes, homophone und polyphone Satztechniken
  • Wort-Ton Bezüge in Werken unterschiedlicher Epochen
    • Figuren in barocken Rezitativen und Arien im Vergleich, die Entwicklung vom Kunstlied zum Orchesterlied, Veränderungen in der Oper, Wort-Ton Bezüge in zeitgenössischen Werken
  • Musik in unterschiedlichen Funktionsfeldern: Musik und Politik
    • Überblick über versch. Funktionsfelder von Musik, „autonome“ und „funktionale“ Musik; Musik macht mit: Musik im Dienst der Politik; Musik distanziert sich: Musik als Ausdruck politischen Protestes Musik in totalitären Systemen; Gruppendynamische Wirkungen von Musik; Musik als Protestform; Bezüge zwischen Musik und gesellschaftlichem Wandel. Die Werke und Themenschwerpunkte werden in der Lerngruppe gewählt.
  • (Vorgaben f. das Zentralabitur): Musik im Spannungsfeld gesellschaftspolitischer Entwicklungen: Komponieren als Ausdruck der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und künstlerischen Konventionen
    • Der Komponist an der Schwelle zum bürgerlichen Zeitalter: Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 3, 1. Satz, Franz Schubert: Der Wanderer D 493 (op. 4, Nr. 1, Oktober 1816)
    • Musik als Zeugnis gesellschaftspolitischen Engagements: Kurt Weill: Ballade von der Seeräuberjenny;Jimi Hendrix: Star Spangled Banner
  • Entwicklungen in der Oper
    • Die Erfindung der Oper im 17. Jahrhundert, Entwicklung  vom Mittelalter zur Spätromantik an Beispielen und Sachtexten
Spielpläne Oberstufe (Klett)34
Q2
  • Musik sucht neue Wege
    • Auflösungstendenzen in der Tonalität an Beispielen aus den Epochen Spätromantik, Im- und Expressionismus (Variantklänge, Chromatische Vorhalte, Akkordalterationen, Tristan-Akkord, Verwendung von Ganztonskalen und Quartklängen), Kompositionstechniken der Dodekaphonie und des Klangzentrums als Vollendung der Auflösungstendenzen; der Weg in totale Determination nach 1945; Spätwerke der Neuen Wiener Schule, Einführungen in Techniken der Seriellen und Post-Seriellen Musik; Stilvielfalt (Pluralismus) an verschiedenen Beispielen
  • (Vorgaben f. das Zentralabitur): Ästhetische Kategorien musikalischer Komposition: Musik zwischen Expressionismus und Neuer Sachlichkeit
    • Reduktion und Konzentration: Arnold Schönberg: op. 19.2 und 19.6
    • Rückbesinnung und Traditionsbezug: Igor Strawinsky: Pulcinella-Suite, Ouvertüre; Sergei Prokofjew: Sinfonie Nr. 1, 1. Satz
    • Sachlichkeit und Realismus: Alexander Mossolow: Die Eisengießerei op. 19
    • Adaption und Integration: Béla Bártok: Wie ein Volkslied, Mikrokosmos Nr. 100
  • (Vorgaben f. das Zentralabitur): Neue Klang- und Ausdrucksmöglichkeiten: Auswirkungen neuer Technologien auf musikalische Gestaltung
    • Elektronische Komposition als Überwindung traditionellen Materialdenkens: Karlheinz Stockhausen: Gesang der Jünglinge
    • Elektronik Pop als Ideengeber für Hip Hop und Techno: Kraftwerk: „Trans Europa Express“ und „Numbers“
    • DJing und Sampling in Techno und House als Ausgangspunkt elektronischer Tanzmusik: Steve “Silk” Hurley: „Jack Your Body“ und Underground Resistance: „Final Frontier“
  • Musik und Religion: Die Darstellung des Todes in der Musik
    • Darstellung des Todes in Bildern und Texten, „Dies Irae“-Vertonungen (Mozart, Verdi), der Tod in der Tonsprache Joh. Seb. Bachs, in der Filmmusik und in der Oper
Spielpläne Oberstufe (Klett)34