Fastenimpuls: In diesen lauten Zeiten das Hören neu lernen?!

Geld oder Grille

Ein Indianer besucht einen weißen Mann. In einer Stadt zu sein, mit dem Lärm, den Autos und den vielen Menschen - all dies ist ungewohnt und verwirrend für ihn. Die beiden Männer gehen die Straße entlang, als der Indianer plötzlich stehen bleibt: „Hörst du auch, was ich höre? Der Andere horcht: „Alles, was ich höre, ist das Hupen der Autos und das Rattern der Omnibusse." „Ich höre ganz in der Nähe eine Grille zirpen." „Du musst dich täuschen. Hier gibt es keine Grillen. Und selbst wenn es eine gäbe, man könnte sie bei dem Lärm nicht hören." Der Indianer geht ein paar Schritte weiter und bleibt vor einer Hauswand stehen. Wilder Wein rankt an der Mauer. Er schiebt die Blätter auseinander - und da sitzt tatsächlich eine Grille. Der Andere sagt: „Indianer können eben besser hören als Weiße" „Ich bin nicht sicher, erwidert der Indianer, lässt sich ein 50-Cent-Stück geben und wirft es auf das Pflaster. Es klimpert auf dem Asphalt, Leute bleiben stehen und sehen sich suchend um. „Siehst du, sagt der Indianer, „das Geräusch, das das Geldstück gemacht hat, war nicht lauter als das der Grille. Und doch hörten es viele. Wir alle hören eben auf das, worauf wir zu achten gewohnt sind.“

 

Welchen Stimmen schenke ich in diesen Zeiten der Nachrichtenfluten Glauben?

Wo habe ich die Chance, etwas zu hören, was ich in meinem Alltag sonst nicht wahrnehme?

 

 

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