Im Osten des Westjordanlandes

Ramallah: Um 8:30 treffen sich die Schüler aus der "School of Hope". Die Sonne scheint, aber die Temperaturen sind noch angenehm. Heute geht es in den von Wüsten dominierten Osten des Westjordanlands.

Nach einem immensen Verkehrsstau haben wir endlich das "Wadi el-Quelt" erreicht. Ein Wadi ist ein Fluss oder Bach, der aber nur einen Teil des Jahres Wasser führt. Das Wort bedeutet auch Tal. Das Wadi el-Quelt ist eine Schlucht, in der bereits die Römer ein Aquädukt bauten, denn folgt man dem Wadi, gelangt man zur uralten Stadt Jericho. Auf dem Weg kommt man am griechisch-orthodoxen Georgkloster vorbei. Es ist eindrucksvoll an den Hang gebaut, hat aber den Nachteil, dass man es nur mit langer Kleidung betreten darf. Mädchen und Frauen müssen sogar knöchellange Röcke und Kopftücher tragen. Der Himmel ist wolkig, was die Wärme erträglich macht, trotzdem ist es besonders für die weiblichen Teilnehmerinnen in der lustig aussehenden Kleidung extrem warm. Zu allem Überfluss ist das Kloster auch noch wegen des Besuchs eines Bischofs für Besucher geschlossen. Also macht sich die Gruppe weiter auf den Weg (zu Fuß) nach Jericho.

Nach einer Pause in der, wie viele Palästinenser sagen "ältesten Stadt der Welt" (und Schauplatz vieler Bibelstellen), geht es mit dem Bus weiter zum Highlight des Tages für die meisten Schüler: Das Tote Meer. Das salzreichste Gewässer ist auch der tiefste Punkt der Erde. Viel wichtiger als die genannten Superlativen ist aber der Spaß, den es am Toten Meer gab und nachdem man sich daran gewöhnt hat, dass man wie ein Korken auf dem Wasser treibt, gab es noch den als heilsam geltenden Schlamm, welcher für eine Menge Heiterkeit sorgte.

Am Abend kam der Bus wieder in Ramahllah an. Einige Schüler ließen den mehr als eindrucksvollen Tag mit dem Fussballspiel Madrid gegen Barcelona gemeinsam ausklingen.

 

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